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Dienstfahrt unter Bedrängnis

In Büroterror on Juli 14, 2010 von schmittchen11

Unser Dienstwagen - hässlich wie die Nacht!

Unser Dienstwagen - hässlich wie die Nacht!

Heute war mal wieder das Fass voll. Dienstfahrt mit meinem Chef und weiteren Gesellschaftern zu einer Benefizveranstaltung.

Schon die Notiz von meinem Chef war der absolute Hammer: „Bitte nicht zu zugeknöpft Frau Schmidt!“ stand auf dem Zettel am Vortag, der auf meinem Schreibtisch lag, so dass nun auch jede Putzfrau bei uns weiss, was für ein Schlawiner unsere Chef ist.

10:15 – Anfahrt – und gleich beim Einsteigen hole ich mir eine Laufmasche, zum Glück ohne Beachtung weiterer Personen.

10:30 – Genau 15 Minuten hat es gedauert und ich habe mir schon Sorgen gemacht, ob die dummen Sprüche heute den ausbleiben werden. „Haben Sie gut ausgeschlafen Frau Schmidt“ Sie werden Ihre Kräfte heute noch auf vielfältige Weise brauchen. HAHA! hab ich mir gedacht. So etwas von witzig und antworte. Ja ich habe gut geschlafen. Mein Freund ist ein wahrer Puma im Bett aber mit schläft es sich ja bekanntlicherweise besser.

—— Stillschweigen —– und ich denke…. na war das jetzt zu viel für Euch Lustmolche?

Die Weiterfahrt gestaltet sich ruhig. War meinem Chef dann doch etwas peinlich aber so habe ich wenigstens meiner Ruhe.

12:15 –  Mittagessen in einer Bonzenherberge – Alles voller Zigarrenrauch und ich frage mich, wie soll man hier denn essen?

12:20 – Dummbratze hat schon wieder Unterlagen im Auto vergessen und auch noch da, wo ich nie hinschauen würden. Natürlich auch noch der Satz: Die müssen Sie doch mitnehmen!“

Na toll denke ich und laufe zum Auto.

12:30 Labskraus im Festsaal zum Glück ohne Zigarrenrauch dafür aber mit einem Haar auf dem Teller. – Klasse denke ich und bemerke dabei, wie mich eine Mitglied des Aufsichtsrates stalkt.

Bin ich zu freizügig angezogen oder pokern die jetzt schon um meinen Körper. Ich halt es nicht mehr aus und versuche das Essen auch mit Haaren zu genießen.

12:50 – Ich bin 30 min frei von jeglichen Bemerkungen und Blicke, da kurzfristig eine Sitzung anberaumt wurde, die ohne mich stattfindet.

Ich nutze die Zeit für einen Sparziergang und relaxe.

14:50 – Fahrt zum nächsten Termin bei Deutsche Kaufberatung

Mein Chef grinst mich an im Auto und sagt: “ Ja wenn wir die heute vertraglich an uns binden können, müssen wir uns zumindest keine Gedanken mehr machen, dass Leute unsere Leistung kaufen wollen – aber eigentlich gar nicht zu uns passen“ – Ich verstehe nur Bahnhof und frage höflich nach um Interesse zu zeigen: „Was machen die denn hauptsächlich?“ – Antwort kommt prompt was nicht der Normalfall ist und ich schwebe für ein paar Minuten auf Augenhöhe im siebten Himmel:“ – Antwort: Die qualifizieren Käuferanfragen für Unternehmen. – Wow denke ich und frage lieber nicht nach, denn eigentlich habe ich nicht wirklich etwas verstanden.

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9:15 – Das Monster trifft ein

In Büroterror on Mai 31, 2010 von schmittchen11

Mein Büro

Mein Büro

Ich zucke zusammen, denn die Tür springt auf und mit dem ersten Spalt auch schon der achsoooo witzige Satz „GUTEN MORGEN FRAU SCHMIDT“.

Schon bei dem ersten Wortlaut ziehen sich alle meine Glieder zusammen und ich suche nach Ablenkung. Doch auf die aberwitzigen Begrüßung folgt in der Regel immer ein Spruch.

Und ich warte….. warte…… warte….. – und ja da ist er doch…. „Frau Schmidt, sie schauen heute so trübsinnig, ich will nicht sagen blödsinnig.

HAHA! denke ich und der Wortlaut „Aaaarschlo…..“ fließt durch meinen Kopf.

Ich reiße mich zusammen und antworte mit einem „Lächeln“ – Und ich frage: Welche Unterlagen möchten Sie zuerst haben, welche Telefonate sollen heute geführt werden?

Keine Antwort ist auch eine Antwort…. Minuten später dann…. einen Brummen und Brocken…. wie japanisch oder koreanisch? – Ich glaube er meinte etwas wie „Später“ oder „Spätzle“ – Keine Ahnung.

9:45 – Anruf für den Chef  – und ich glaube beim Klingeln zu wissen, wer da mal wieder seine Probleme zu meinen macht. Die Ehefrau vom Chef ist dran und will nachforschen, ob der Prinz Gemal auch wirklich im Büro ist und nicht bei einer seiner 16 Vergnügungsparks.

Ich antworte höflich: Ja möchten Sie Ihn sprechen, einen Screenshot oder soll ich eine DNA per Post an Sie verschicken?

Leider ist die Kommunikation zwischen mir und seiner Frau sehr abgehackt und provozierend. Aber ich mache mir da keinen Vorwurf mehr. Nach 1855 Anrufen und Fragen, die wirklich nichts mit dem Alltag zu tun haben, Unterstellung, Drohungen und Beschimpfungen wie Flittchen, Büroschnäpfe etc. ist dies einfach die logische Konsequenz meines Körpers und Verstandes.

Was ich genieße, sind die Situationen wo mein Chef mir in die Augen schaut und dabei versucht alles herunter zu spielen. Zu Recht interessiert mich sein Privatleben nicht aber soll ich mir täglich diese „Gute Zeiten“ – „Schlechte Zeiten“ Show seine Ehefrau antun?

Ich lächele und komme zurück zu meiner Arbeit, freue mich auf das Sixpack von meinem Freund und hoffe das ich nie heirate um so zu leben wie mein Chef in seiner Ehe.

10:45 – Konferenz – Ich eile, denn Dummbratze hat mal wieder die Unterschriftenmappe liegen lassen. – passiert minimum 8x die Woche und ich darf laufen.

11:15 – Die Konferenz ist eine halbe Stunde alt und mir fallen fast die Augen zu. In mir erweckt der Eindruck, dass diese Gesellschafterversammlungen immer mehr „das Treffen“ von Freunden unter einem Vorwand sind.

12:00- Mein Handy klingelt mitten in der Koferenz – ich hatte vergessen es auszustellen. Leider auch noch mit dem Klingelton „MIETZEKATZE MIETZEKATZE“, den mir mein Freund gestern Abend aufgespielt hat.

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Mein Beruf – Meine Berufung – Mein Altptraum

In Büroterror on Mai 18, 2010 von schmittchen11

Nicht schlecht was?

Nicht schlecht was?

Gestatten Sie? Mein Name ist Schmidt, genau wie Millionen andere auf diesem Planet heißen. Vielleicht ist gerade deswegen unser Leben so besonders. Ich bin Chefsekretärin in einer renomierten Aktiengesellschaft und blogge hier, da mich mein Beruf nicht nur ausfüllt, nein er treibt mich auch hin und wieder mal zu Weißglut. Neben unzähligen Telefonaten, Gesprächen und natürlich einem Chef, der wie ist es auch anderes zu erwarten durch seine ganz besonderen Eigenheiten auffällt ein Job, über den es Wert ist zu schreiben. Ich hoffe Sie finden Interesse an meinen Publikationen sagen so manch einmal, ja das kenne ich auch….

Kurz über meine Person. Ich bin Hamburg geboren und habe nach der Schule eine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten absolviert. Nach 3 Jahren Berufserfahrung wurde ich zur Chefsekretärin befördert und ab da begann dann mein Schicksal.

Mein Arbeitsplatz ist hell und freundlich, ein paar Palmen versüssen mir den Alltag und eine Familie habe ich natürlich auch mit 2 Söhnen. Mehr dazu später.

Wenn Sie Tipps und Rat suchen aus beruflichen Situationen, scheuen Sie sich nicht mich zu kontaktieren. Wir wissen alle wie es ist, wenn mal wieder Terror im Büro herrscht. Man muss sich eben nur zu helfen wissen.

Lesen Sie hier in meinem Blog mehr über den Beruf der Sekretärin, die täglichen Herausforderung und die Besonderheiten im Umgang mit Personal und Chef.

Weiter möchte ich natürlich es auch nicht auslassen über einige Vorfälle und Ereignisse zu plaudern. Mittlerweile könnte ich Bücher schreiben, habe mich aber aufgrund von Zeitgründen und natürlich dem Wandel in den Medien für diesen Blog entschieden.

Hier nun eine kurze Einleitung für meinen ersten Office Report, den ich gerade vorbereite und der voraussichtlich im Juni erscheint.

Es ist  Montag, 7:30 Uhr und ich bin müde. Das Wochenende war aufgrund der Hitze nicht gerade der Bringer aber ich gebe mir Mühe meine Laune für mich zu behalten. Zu meinem „Entsetzen“ gab es heute morgen auch keine Croissants bei meinem Bäcker. Die haten einen Ofenschade, na toll.

8.45 Uhr – Anruf vom Chef – er hat noch einen Termin und ich denke – 45 Minuten mehr Luft zum atmen und sage auch noch freundlich: „Bis später“ obwohl ich denke „Bleib wo der Pfeffer wächst“

8:55 Uhr – Die Tür geht auf und ich hole aus um demjenigen, der es wagt, mein Reich zu betreten deutlich zu machen, dass er zu klopfen hat – doch dann: Ich traue meinen Augen nicht – Ein braungebrannter Handwerker mit blauen Augen und blitzweißen Zähnen lächelt mich an und fragt: ….