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9:15 – Das Monster trifft ein

In Büroterror on Mai 31, 2010 by schmittchen11

Mein Büro

Mein Büro

Ich zucke zusammen, denn die Tür springt auf und mit dem ersten Spalt auch schon der achsoooo witzige Satz „GUTEN MORGEN FRAU SCHMIDT“.

Schon bei dem ersten Wortlaut ziehen sich alle meine Glieder zusammen und ich suche nach Ablenkung. Doch auf die aberwitzigen Begrüßung folgt in der Regel immer ein Spruch.

Und ich warte….. warte…… warte….. – und ja da ist er doch…. „Frau Schmidt, sie schauen heute so trübsinnig, ich will nicht sagen blödsinnig.

HAHA! denke ich und der Wortlaut „Aaaarschlo…..“ fließt durch meinen Kopf.

Ich reiße mich zusammen und antworte mit einem „Lächeln“ – Und ich frage: Welche Unterlagen möchten Sie zuerst haben, welche Telefonate sollen heute geführt werden?

Keine Antwort ist auch eine Antwort…. Minuten später dann…. einen Brummen und Brocken…. wie japanisch oder koreanisch? – Ich glaube er meinte etwas wie „Später“ oder „Spätzle“ – Keine Ahnung.

9:45 – Anruf für den Chef  – und ich glaube beim Klingeln zu wissen, wer da mal wieder seine Probleme zu meinen macht. Die Ehefrau vom Chef ist dran und will nachforschen, ob der Prinz Gemal auch wirklich im Büro ist und nicht bei einer seiner 16 Vergnügungsparks.

Ich antworte höflich: Ja möchten Sie Ihn sprechen, einen Screenshot oder soll ich eine DNA per Post an Sie verschicken?

Leider ist die Kommunikation zwischen mir und seiner Frau sehr abgehackt und provozierend. Aber ich mache mir da keinen Vorwurf mehr. Nach 1855 Anrufen und Fragen, die wirklich nichts mit dem Alltag zu tun haben, Unterstellung, Drohungen und Beschimpfungen wie Flittchen, Büroschnäpfe etc. ist dies einfach die logische Konsequenz meines Körpers und Verstandes.

Was ich genieße, sind die Situationen wo mein Chef mir in die Augen schaut und dabei versucht alles herunter zu spielen. Zu Recht interessiert mich sein Privatleben nicht aber soll ich mir täglich diese „Gute Zeiten“ – „Schlechte Zeiten“ Show seine Ehefrau antun?

Ich lächele und komme zurück zu meiner Arbeit, freue mich auf das Sixpack von meinem Freund und hoffe das ich nie heirate um so zu leben wie mein Chef in seiner Ehe.

10:45 – Konferenz – Ich eile, denn Dummbratze hat mal wieder die Unterschriftenmappe liegen lassen. – passiert minimum 8x die Woche und ich darf laufen.

11:15 – Die Konferenz ist eine halbe Stunde alt und mir fallen fast die Augen zu. In mir erweckt der Eindruck, dass diese Gesellschafterversammlungen immer mehr „das Treffen“ von Freunden unter einem Vorwand sind.

12:00- Mein Handy klingelt mitten in der Koferenz – ich hatte vergessen es auszustellen. Leider auch noch mit dem Klingelton „MIETZEKATZE MIETZEKATZE“, den mir mein Freund gestern Abend aufgespielt hat.

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